Neue Studie zeigt: Kompressionen und Medikamente können Symptome des Lipödems lindern, am Befund ändern sie nichts

In einer eigenen Studie mit 30 Patientinnen, die an einem Lipödem mit Beinschwellung und -beschwerden gelitten haben, wurde bei 15 eine Kompressionsbehandlung und bei den anderen 15 eine medikamentöse Behandlung mit einem pflanzlichen Medikament (Mediaven forte) durchgeführt. Die Behandlungszeit dauerte 4 Wochen.

Bei ca. 80% der Probanden, die nur Medikamente eingenommen haben, wurden die Beschwerden (Stauungen, Schweregefühlt) gelindert. Ähnliche Resultate konnten bei Patienten erzielt werden, die den Strumpf trugen. Nach Absetzen des Medikamentes dauerte die Verbesserung der Symptome noch ca. 6 Wochen an, nach Absetzen des Strumpfes nur ca. 4 Wochen. Danach kamen die Beschwerden wieder zurück, der Befund war derselbe wie vor der Behandlung.

Bei der Abschwellung sah das Ergebnis während der Behandlung anders aus: Die Schwellung nahm mit den Kompressionsstrümpfen (kniehoch, Klasse II) im Durchschnitt um 2 cm ab, durch die Einnahme des Medikamentes lag die Abnahme lediglich bei 0.5 – 1cm. Auch dieses Ergebnis normalisierte sich 2 Wochen nach Absetzen des Medikamentes oder des Strumpfes.

Zusammengefasst können Kompressionsstrümpfe und Venenmedikamente (Phytotherapeutika) die Beschwerden beim symptomatischem Lipödem verbessern, eine langfristige sicht- und spürbare Verbesserung wird dadurch leider nicht erreicht.

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